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Klaus Wiegandt hatte ein Buch mit dem Titel „MUt zur Nachhaltigkeit“ herausgegeben. Darin ruft er die Zivilgesellschaft auf, tätig zu werden. Ich hatte ihm geschrieben, dass es die Spurwechselinitiative mit ihrem Programm „Anders wachsen“ gibt. Daraufhin schrieb er, dass er eine Mobilisierung der Zivilgesellschaft mit Blick auf den Klimawandel in Gang setzen möchte und ob wir ein Teil dieser Bewegung im Miesbacher Raum werden wollen.
Ich trug das Konzept vor, das insbesondere Aufforstung des Regenwaldes und Stopp der Abholzung beinhaltet.
Die Idee sei richtig und wichtig, hieß es in der Gruppe. Zudem sei der gängige Lebensstandard der westlichen Welt nicht vereinbar mit Nachhaltigkeit. Zweifellos müsse im großen Maßstab etwas getan werden, denn die Politik bewege sich nicht und wir brauchen eine schnelle Lösung, um die Kohlendioxidfrage in den Griff zu bekommen.
Neben der Aufforstung gibte es auch andere Möglichkeiten, etwa jedes Produkt mit einem CO2-Barcode zu versehen und jedem Bürger nur ein Budget von 10 t/Jahr zuzugestehen. Wenn das aufgebraucht ist, kann man nichts mehr kaufen.
Die Gruppe war sich einig, die Idee von Klaus Wiegandt prinzipiell zu unterstützen, wie das konkret aussehen könnte, wussten wir allerdings nicht, denn Spenden sammeln ist wohl nicht der geeignete Weg.
Darüber hinaus aber wollen wir unsere regionalen alternativen Vorhaben im Rahmen von „Anders wachsen“ weiter verfolgen. Wir könnten uns zum Beispiel vorstellen, mit einer lokalen Baumpflanzaktion, vielleicht mit „Plant for the planet“ und dem Bund Naturschutz auf die Aktion von Klaus Wiegandt aufmerksam zu machen.

Eine Antwort auf Stammtisch am 25. Januar 2017

  • Liebe Alle
    Ich arbeite seit Jahren an einem ähnlichen Projekt zusammen mit Dr. Johannes Jenny Geschäftsführer von ProNatura Aargau. Es geht um die Sicherung des Urwaldes der Guaraní Indianer in Argentinien in der Provinz Missionenes. Einige von Euch kennen vielleicht den berühmten Film Mission. Die Probleme in Missiones der Guarani Indianer sind letztlich auf unsere Art der Verschwendung von Ressourcen und damit auf unseren Lebensstil zurückzuführen. Seit ich in diesem Projekt dabei bin ist unser grösstes Problem, dass es leichter ist irgendwelche „Hilfe“ für die Indianer zu bekommen als die Ursachen an zu gehen, welche nur angegangen werden können, wenn die „Helfenden“ ihre Spur wechseln. Inzwischen ist das ganze völlig absurd geworden. Wir sprechen ständig vom CO2, einem globalen Problem zurück zu führen auf 20% der Menschen die riesige Mengen an Energie verschwenden. Wir mussten feststellen, dass wir immer wieder von globalen Problemen, den Problemen der Indianern sprechen aber nie von unseren Problemen. 2015 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz festgestellt, dass das grösste Risiko der Schweiz eine lang andauernde Strommangellage ist, ein Blackout. Erwarteter Schaden 100 Milliarden. Es handelt sich dabei nicht etwa um ein Schweizer Problem sondern um ein europäisches Problem d.h. ein selbst gemachtes Problem. Das Blackout kommt nicht etwa von Hackern, wie immBuch Blackout, sondern schlicht von uns selbst. Der Schaden für Deutschland beträgt Schätzungsweise 1000 Milliarden. Wir können zeigen, dass das Problem jeder einzelne angehen kann. D.H jeder einzelne kann seine Spur wechseln wenn er will. Oder anders gesagt wenn er nicht will, wird er die Folgen eines Blackouts selbst erfahren. Das Dilemma in dem wir alle stecken, hat Ines Wagner in ihrer Ogi Ei Geschichte wunderschön beschrieben. Ich würde mich sehr freuen, wenn weitere Menschen konkret aufzeigen, wie sie es angehen, dass sie nicht Teil des Blackouts werden.