Wollen Sie über neue Beiträge und Termine automatisch benachrichtigt werden? Dann tragen Sie Ihre Email-Adresse unten ein!
Name
E-Mail-Adresse*

Unser „Neuzugang“ berichtete über ihr Problem, eine Balance zwischen Arbeit, Geist und Seele zu finden, Leidenschaft für kreatives Tun mit dem Alltäglichen zu verbinden und der Leidenschaft nicht allsu sehr die Herrschaft zu überlassen.

Ein zweiter Aspekt bestimmte den Abend. Ein Spurwechsler berichtete über seine Situation,in der er die Probleme der Welt nicht ausschalten könne. Er versuche Wege zu aufzutun, um seinen Platz zu finden, wo er mit Begeisterung etwas leisten könne, um das Schlimme in der Welt zu mindern. „Es gibt etwas Größeres als ich es bin“, sagte er. Er sehe, wie die Welt untergehe und er habe das Gefühl der Hilflosigkeit. Er habe einige Ideen, werde aber immer wieder abgelenkt diese umzusetzen. Es sei ein Kampf gegen die eigene Trägheit. Er suche noch immer die Leidenschaft, die ihn packen müsse. Und er wolle nicht eine Arbeit haben, die ihm nichts bedeute.

Er könne natürlich die Welt nicht retten, hieß es in der Runde, aber Zufriedenheit für sich selbst finden. Eine Teilnehmerin erzählte, dass sie ein Kiste habe, in die sie alle ihre Ideen packe. Man müsse Geduld haben, diese umsetzen zu können.

Und es brauche Hilfskonstrukte, um seine eigenen Ressourcen zu erkennen und sich auch Unterstützung zu holen. Mit kleinen Schritten zum Ziel, sich selbst Termine setzen, so lauteten die Erfahrungen. Nicht sich vornehmen, das große Buch zu schreiben, sondern erst einmal einen kleinen Vortrag halten. Dabei Mut schöpfen für größere Projekte.

Ein weiteres Problem, was die Runde immer wieder beschäftigt, ist die finanzielle Sicherheit beim Spurwechsel. Kann ich wirklich einfach kündigen oder ereilt mich dann die Existenzangst? Einen Brotjob für den Lebensunterhalt behalten und nebenbei den neuen Weg, die neue Spur ausprobieren, das ist wohl der Königsweg. Auch hierbei helfen bestimmte Methoden, die wir ausprobierten:

Eneagramm und Schreiben zur Selbstfindung, Powerposen und Energieübungen zum Kraft schöpfen sind erfolgreiche Hilfsmittel auf dem Weg. Und natürlich der Austausch im geschützten Raum wie beim Stammtisch.

Einen weiteren Aspekt brachte eine Spurwechslerin in die Runde, nämlich, dass zu viel Leidenschaft Kollegen und Chefs in der Arbeitswelt verschrecken würde. Sie habe sich inzwischen eine neue gelassenere Haltung angewöhnt.

Letztlich kann auch zu viel Leidenschaft für zu viel Projekte ermüden. Insbesondere wenn das Gefühl des Ausgenutzt werdens hinzu kommt. Dann muss die Reißleine gezogen werden.

Ein intensiver Stammtisch war das, aus dem alle Teilnehmer bereichert nach Hause gingen. Der nächste Stammtisch am 28. Oktober findet in Draxlham statt. Thema: Bericht von der Konferenz vom Denkwerk Zukunft: „Warum wir nicht tun was wir für richtig halten“.