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Nach einer Reflexion unseres ersten dreitägigen Schreibseminars im Waldviertel, das für Teilnehmer und Organisatoren erfolgreich verlief, schlug ich vor, das nächste Seminar im Waldviertel als Spurwechselseminar, vielleicht schon im August anzubieten.

Dann beratschlagten wir, welchen Inhalt die Schreibwerkstatt künftig haben soll. Bleibt es bei der Begleitung des Spurwechsels, also soll nach wie vor das Schreiben den inneren Wandel begleiten? Eine Teilnehmerin fühlt sich durch dieses Vorgaben blockiert und würde lieber frei Geschichten erzählen. Wir meinen, dass beides möglich sein soll, denn jedes Schreiben ist Ausdruck kreativer Prozesse. Und jedes Schreiben dient der Reflexion der eigenen Situation und Entwicklung. So wollen wir künftig zwar Themen vorgeben, aber niemand ist gezwungen, sich daran zu orientieren.

Das Hesse-Zitat „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ war die Vorgabe der vorherigen Werkstatt. Dazu hatten sich vier Teilnehmerinnen Gedanken gemacht. Die erste Geschichte handelte von einem poetischen Aufbruch in die neblige Schweizer Bergwelt, die Begegnung mit Kühen und einem Hüttenwirt, der die „Dütsche“ willkommen heißt.

Der zweite Text, ein Gedicht, befasst sich mit den zahlreichen Ichs, die bei jedem Anfang eine andere Rolle spielen. Da ist von Irrtum, Angst, Scheitern und Glücksmomenten die Rede.

Der Hesse-Spruch sei nicht immer hilfreich, meinte die dritte Schreiberin, denn beileibe nicht jeder Anfang sei von Zauber erfüllt. Ihre Geschichte dreht sich um einen Langzeitarbeitslosen, der zum Altenpfleger rekrutiert wurde und es nicht einfach hat, mit den Kreigstraumata eines Bewohners fertig zu werden, aber dann neue Methoden einsetzt.

Die letzte Geschichte dreht den Spruch herum. Sie handelt von Neuanfängen, die ebenfalls wenig Zauberhaftes hatten, dafür aber brachten die Abschiede der Protagonistin immer wieder Freude und Freiheit. Und so kann sie am Ende sagen: „Und jedem Abschied wohnt ein Zauber inne“.

Als Empfehlung für die nächste Schreibwerkstatt, die am 8. Juli stattfinden soll, wählten wir den berühmten Spruch von John Lennon aus: „Leben ist das, was dir widerfährt, während du damit beschäftigt bist, anderweitig Pläne zu schmieden.“ Eine Empfehlung, kein Muss.

Als letztes die Informationen:

Stammtisch am 27. Mai 19.30 Uhr Draxlham 1

Draxlhamer Salon am 1. Juni 19 Uhr Draxlham 1

„Philosophie und Spiel“ mit Christoph Quarch am 18. Juli 10 bis 18 Uhr, Anmeldungen bei krobisch@waitzinger-keller.de oder 08025/7000-20

Schreibwerkstatt am 8. Juli 19.30 Uhr Draxlham 1.

Monika Ziegler