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„Die Rede kann es nicht gestalten, das Schweigen kann es nicht durchdringen.“ Mit diesem Zitat und einem Ton aus der Klangschale eröffnete Katrin den Abend. „Was ich sage, muss ich auch empfinden.“ Das war ihre Aufforderung, ganz im Gegensatz zum Zeitgeist, wo Rede nicht im Einklang mit Körper und Gefühl ist.

Authentisches Sprechen, was zum Tun führe, gelinge immer dann, wenn man aus dem Herzen spreche, sagte Katrin. Das mache Freude, mache Spaß. Um sich dieser Sprachgestaltung zu nähern, empfehle es sich, zunächst den Körper, unser Instrument, aufzuwärmen, die Atmung zu üben, nicht flach, sondern in den Bauch hinein zu atmen, so wie es Babies tun.

Danach folgt das richtige Stehen, denn die Kraft für die Sprache, für die Stimme komme aus dem Unterbauch. Durch geeignte Sprechübungen, wie Zungenbrecher oder Alliterationen kann man sich dann der richtigen Sprache nähern. Katrin machte es, verbunden mit Körperübungen vor: Komm, kurzer, kräftiger, Kerl!

Das richtige Zuhören übe man, indem man innerlich mitspreche, was der andere sage. Dann könne man nicht schon darüber nachdenken, was man gleich erwidern werde, empfahl Katrin. Ein weiterer Aspekt der Srachgestaltung sei der Subtext, also das, was man eigentlich meine, aber nicht ausspreche.

Zu einer gemeinsamen Geschichte stellten wir uns auf und jeder setzte mit einem Wort die Erzählung fort. Nicht einfach, eine konsistente Geschichte zu gestalten.

In der Aussprache ging es um die nächsten Termine und es wurde der Wunsch geäußert, auch mal wieder einen Stammtisch ohne Thema zu gestalten, einen wo es nur um Austausch geht. Vielleicht wird der Aprilstammtisch ein solcher sein, wenn sich ein Gastgeber dazu findet.

Monika Ziegler.

2 Antworten auf Bericht vom Stammtisch am 25. März 2015

  • Gut zusammengefasst, aber ausgelassen wurde Erwähnung der rührenden und auch amüsanten Kurzgeschichte Die Große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo, die Katrin vorlas und das Thema des Abends ergänzte. Was wäre, wenn man Wörter kaufen müsste, um diese überhaupt verwenden zu können? Wenn man mit weniger Wörtern seine Gefühle zum Ausdruck bringen müsste? Wenn nur drei Wörter Liebe ausdrücken könnten: Nicht „Ich liebe dich“ sondern z.B. …

    Na ja, da soll ich lieber nichts verraten, denn einen netten Einblick in das Buch findet man hier.

    Michael

  • Liebe Monika,

    habe eben auf der „spur-wechseln“ Seite Deinen Text zum letzten Stammtisch am Mittwoch gelesen!
    Passt sehr gut und freut mich, Du bringst es auf den PUNKT! DANKE DIR und
    herzlichen Gruß von
    Katrin