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Eins scheint klar: Fertig ist man nie, auch wenn man erfolgreich in einer neuen Spur fährt. Auch hier gibt es immer wieder Höhen und Tiefen, Rückschläge und Scheitern. Dem gegenüber steht das „Feuer des Anfangs“ derjenigen, die gerade den Sprung ins Neue wagen, von dem sich auch alte Hasen immer wieder anfachen lassen können. So scheint der Spurwechsler-Stammtisch eine gute Plattform zu sein, nicht nur um praktische Tipps auszutauschen und sich gegenseitig mit den jeweiligen Kompetenzen unter die Arme zu greifen, sondern insbesondere durch die Begegnung, die Inspiration.

 

Über den jeweiligen Stand ihrer Entwicklung berichteten die Teilnehmer. Da gab es Neues zu erfahren, ein neuer Job, eine neue Website, neue Projekte, Pläne für Selbständigkeit, aber auch Zweifel, Unsicherheit, Frustration und Orientierungslosigkeit. Und immer wieder tauchte neben all den praktischen Dingen die Frage auf: Wie will ich sein? Und nicht: Was will ich machen? Im Aktionismus gehe das Gefühl für die wichtigen Werte wie Liebe, Demut, Achtsamkeit verloren. „Was ich mache, soll der Ausdruck dessen sein, wie ich bin und nicht Selbstzweck“, sagte ein Teilnehmer.

 

Was sind es für Motive, die Menschen antreiben, über ihr Leben nachzudenken. Was bringt den Menschen weiter. Das sind die Fragen, die beim Austausch der Spurwechsler im Vordergrund stehen sollten. Und so erfährt der Zuhörende bei den Erzählungen der anderen viel über das was hinter der eigentlich Geschichte steht. Aber auch der Erzählende hat plötzlich neue Einsichten, wenn er nicht nur grübelt, sondern im geschützten Raum der Gruppe über seine derzeitige Situation frei, unbelastet sprechen kann.

 

Dabei springen immer wieder Funken über, Funken der Leidenschaft, und das ist für alle bereichernd. Denn es gehe eben nicht nur um die Existenzsicherung, so wichtig sie auch sei, sondern um das wirkliche Leben, sagte ein „alter Hase“. „Wir haben den Müßiggang nicht gelernt, alles muss produktiv sein, wir müssen Geldwert schaffen.“ Aber erst durch den Müßiggang kämen die notwendigen entspannten Momente, in denen Neues geschaffen wird.

 

Dabei spiele die Instabilität eine wichtige Rolle, denn wenn man sich zu dieser besonderen Phase der Orientierung bekenne, dann erfahre man, dass sie ein wunderbares Element ist, das zur Kreativität auffordert. Und wenn man dann noch mehr der Fröhlichkeit als der Angst Raum gibt, dann ist der Weg frei für ein gelingendes Leben.

 

Fröhlich gingen die Teilnehmer des Stammtisches auseinander. Sie fanden das, was sie am meisten brauchten: Ansporn und Austausch. Und fürs Praktische gab es fleißigen Austausch von Telefonnummern.

 

Weiter geht es mit einem Gruppencoaching für Orientierungssuchende und dem nächsten Stammtisch, beide Termine erscheinen auf der Website.

 

Monika Gierth