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Zum einen kamen neue Teilnehmer hinzu, die das Angebot begeistert aufnahmen. In der Region sich treffen zu können und mittels Schreiben den eigenen sinnstiftenden Weg zu finden, das sei ideal. Die „Neuen“ gaben einen kurzen Bericht ihrer derzeitigen Situation, anschließend stellten sich die „Alten“ vor. Sofort gab es einen regen Austausch.

Mehrere Teilnehmer sind in ihrem Beruf ausgelaugt, überfordert, da immer mehr in immer kürzeren Zeiten verlangt wird. Sie planen den Absprung, aber das Monster „Sicherheitsdenken“ sitzt im Genick. So ist das Gespräch mit anderen Betroffenen eine Methode, Ängste abzubauen. Die soll künftig vorrangig beim Stammtisch „Spurwechsel“ geschehen (nächster Termin: 20.1., 19.30 Uhr Gasthof zur Post, Oberwarngau).

Es gehe hierbei vor allem um den inneren Prozess des Wandels, darüber war man sich einig, denn nicht unbedingt führt der Wechsel des Jobs zur Zufriedenheit, wichtiger ist die innere Haltung. Diese zu erforschen und zu entwickeln ist das Anliegen der Schreibwerkstatt. Hier entstehen sehr unterschiedliche Texte der Teilnehmer.

Über ihre sie nahezu blockierende Angst vor der mündlichen Prüfung für ihren neuen Beruf schrieb eine Teilnehmerin. Und wie sie sich in ihrer Not einem Heilpraktiker anvertraute, der sie über Hypnose stabilisierte. So konnte sie selbst bewusst und sicher erfolgreich ihre Prüfung absolvieren.

In poetischer Form hatte eine andere Teilnehmerin ihren derzeitigen Wandel niedergeschrieben. Zweifel und Neubeginn nach mehreren Spurwechseln und langjähriger Pflege der Mutter waren das Thema ihres berührenden Textes.

Ebenso berührt waren die Zuhörer von dem Text einer Schreiberin, die ihre derzeitige berufliche Situation als Führungskraft in einem großen Konzern schildert. Immer mehr wird ihr abverlangt und täglich muss sie in ihrem Team ihre Werte verraten. Sie schreibt: „Es bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: Mich auffressen lassen oder ganz langsam den geordneten Rückzug antreten. Ich denke ich werde mich für letzteres entscheiden.“

Spontanen Beifall erhielt der einzige Mann der Runde, der den Spurwechsel metaphorisch bearbeitet hatte. Witzig und unterhaltsam beschreibt er eine Zugfahrt nach St. Petersburg, bei der er die unerwartete Gastfreundschaft der Mitreisenden erfährt. In Brest erfolgt der „Spurwechsel“ auf die in Russland breitere Gleisspur. Der Zug wird während des Wechsels in der Schwebe gehalten, ein Aussteigen ist nicht gestattet, bei Zuwiderhandlungen wird man zurück geschickt.

Der letzte Beitrag erzählte von dem inneren Wandel von einem Zerwürfnis hin zu einer Versöhnung. Zusätzlich wurde ein Test entwickelt, der Menschen einen ersten Hinweis darauf geben sollen, ob sie in ihrem Leben etwas ändern sollten.

Es ist geplant, einige der Texte auf der Website zu publizieren. Die nächste Schreibwerkstatt findet am 6. März um 19.30 Uhr statt. Anmeldungen unter 08020/9043094 oder monika.gierth@web.de

Eine ungemein vertraute Runde, obwohl man sich erst vor zwei Stunden kennen gelernt habe, authentische Begegnungen und viel Inspiration, war das einhellige Fazit des Abends.

Monika Gierth

Eine Antwort auf Bericht von der Schreibwerkstatt am 16. Januar 2014

  • Sehr geehrte Frau Gierth,

    ich möchte mich zum nächsten Schreibseminar am 16. Januar 2014 anmelden.
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitwirkenden bei Ihren spannenden und inspirierenden Projekten frohe und erholsame Feiertage und einen kraftvollen Beginn in 2014.

    Mit lieben Grüßen

    Angela Prommersperger